Die 5. Jahreszeit
ab 2025
Ein Projekt von Novoflot
Mit der 5. Jahreszeit entwickeln Novoflot eine musiktheatrale Exegese internationaler Karnevalskulturen. Der Karneval ist eine Erfindung für jenseitige Diskurbeiträge, um sich abseits konventioneller Rhetorik zu äußern und in Maske und Kostüm dem Lachen von heute das Nachdenken von morgen folgen zu lassen. Treffpunkte unserer Karnevals-Recherchen sind verschiedene Musiktheater-Camps, in denen unsere unterschiedlichen Ensembles zusammenkommen. Die Camps sind reale, hochpolitische und existentielle Ereignisse. Das Camp steht für Kampieren einerseits. Es steht aber auch für das Angebot einer überpointierten Wahrnehmung kultureller Produkte und politischer Diskussionen. In Zeiten internationaler Krisen wird die 5. Jahreszeit zum künstlerischen Sprachrohr; es bietet Möglichkeiten an, Schreckstarren und Sprachlosigkeiten hinter sich zu lassen und im musiktheatralen Diskurs ermutigende und mutige Ausdrucksformen zu entwickeln. Es ist kompliziert, sich politisch zu äußern. Noch schwieriger ist ein Miteinander. Dies ist ein erster Versuch.
Die Spielzeit wird mit Stationen an der Greek National Opera in Athen, der Citykirche in Zürich und der Kölner Philharmonie fortgesetzt, bevor die musiktheatrale Karnevalssause Ende 2026 ihr vorläufiges Finale in Berlin erlebt.
Die 5. Jahreszeit – Kundgebung
Die 5. Jahreszeit geht weiter! Nach der erfolgreichen Ouvertüre im Kühlhaus Berlin im Sommer dieses Jahres startet Novoflot am 11. 11. in ihre erste Karnevalssaison. Und das um 11:11 Uhr in Form einer Kundgebung mit Live-Schalte an elf verschiedene öffentliche Orte Berlins, mit jeweils elf Minuten Musiktheater und dem elfmaligen Erklingen der neuen Elftonfanfare! Die musikalische Kundgebung erfolgt zur Bekanntgabe des Gründungstags der Ersten Berliner Karnevalshochburg. Als Demonstration plädiert sie für die Einrichtung des 11. Novembers als nationalen Feiertag zur Besinnung auf zentrale Kategorien des auf dem Grundgesetz basierenden Gemeinwohlgedankens: Soldiarität, Gerechtigkeit, Respekt, Transparenz, Nutzung und Verteilung von Ressourcen.
Kundgebungsleitung Peter Fasching Live-Schalte Konstantin Bez, Johanna Falckner, Katharina Marie Schubert Sounddesign Daniel Körner
sowie Ichi Go, Rosemary Hardy, Antonis Anissegos, Conny Bauer, Nils Wogram, Hayden Chisholm, Chris Dahlgren, Jacopo Salvatori, Daniel Schröteler, Lenio Liatsou, Theo Patsalidis, Jannis Anissegos, Vicente Larrañaga
Regie & Konzept Sven Holm Musikalische Leitung Vicente Larrañaga
Arrangements & musikalische Assistenz Jacopo Salvatori
Kostüme Regine Standfuss Video Mirko Borscht
Lichtdesign Ismael Schott Sounddesign Daniel Körner
Dramaturgie & Konzept Malte Ubenauf Mitarbeit Regie Nora Auerbach
Assistenz Kostüme Sol Spies Bermúdez Regiehospitanz Johan Elliesen-Kliefoth
Management Dörte Wolter Produktionsleitung Rania Mavriki, Axel Lambrette
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Tom Müller-Heuser Fotos Falko Siewert
Die 5. Jahreszeit – Erste Berliner Karnevalshochburg
Wenige Tage später, am 14. November, beginnt der nächste Teil des Projektes auf dem Vorplatz der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Hier hält der Shuttlebus von Novoflot und fährt das Publikum direkt zur Eröffnung der ersten Berliner Karnevalshochburg! An diesem noch geheim gehaltenen Ort soll dann der Karnevalsgedanke neu gedacht werden. Gestellt wird die Frage aller Fragen: Was ist Wahrheit?! In Zeiten permanenter Desinformation und unaufhörlicher Überflutung durch 8 Milliarden Meinungsäußerungen pro Tag wird Novoflots 5. JAHRESZEIT zum künstlerischen Sprachrohr. Hier soll gelingen, was derzeit nirgendwo gelingt: Zurück in die Zukunft einer Idee von Wahrheit, auf die Gesellschaften sich verbindlich einigen, um endlich wieder politisch sein zu können. Und künstlerisch. Und ausgelassen. Und solidarisch. Und so musikalisch wie niemals zuvor.
Wie das klingen könnte? Auf jeden Fall ziemlich anders als auf den Straßen Rio de Janeiros, Kölns, Venedigs oder Basels. In Novoflots Musik der 5. Jahreszeit korrespondieren Improvisationen (Nils Wogram, Conny Bauer, Haydn Chisholm, Chris Dahlgren u.a.) mit Uraufführungen (Michael Wertmüller, Antonis Anissegos) sowie Echos von Vokal- und Instrumentalkompositionen aus jenen längst vergangenen Zeiten, in denen die Menschen Europas sich schon einmal erfolgreich an einer Wiederbelebung kultureller Errungenschaften zugunsten des Gemeinwohls versuchten.
Schauspiel, Gesang Peter Fasching Schauspiel, Gesang, Tanz Ichi Go
Gesang, Schauspiel Rosemary Hardy Schauspiel Sol Spies Bermúdez
Multitenor-Solist BÄM Mark Gusev Cymbals-Solistinnen Rebecca Gerst, Ilina Neumeier, Mirra Shaban Stimmen Audioaufnahmen Konstantin Bez, Johanna Falckner, Katharina Marie Schubert
Tasten Antonis Anissegos Posaune Conny Bauer und Nils Wogram Saxophon Hayden Chisholm Viola da Gamba, E-Bass Chris Dahlgren Tasten Jacopo Salvatori Schlagzeug Daniel Schröteler
Ensemble dissonArt: Tasten Lenio Liatsou Violine Theo Patsalidis Flöte Jannis Anissegos
BÄM Berlin: Jenning Christen, Cateleya Epagna, Rebecca Gerst, Mark Gusev, Theo Gruber, Izzy Kleiner, Justin Horváth, Sean Horvath, Ilina Neumaier, Hugo Repotente, Mirra Shaban, Valentina Steinberg, Bruno von Gwinner, Lisa Yelizaveta, Milan Zekina Coaches: Sarah Wissenbach, Adrian Müller
Blasorchester HASTE TÖNE Berlin Leitung Bernhard Meier, Helmut Berger, Hans-Jürgen Blank, Cordula Blümich, Raimund Blümich, Monika Buchholz, Katharina Gottwald, Manfred Horbat, Kevin Knöpfel, Gesine Leonard, Christiane Markgraf, Thomas Rüdiger, Michaela Schabel, Reinhard Schlottke, Gerald Schmid, Susanne Schmid, Michael Stettberger
Blasorchester Köpenick Leitung Vicente Larrañaga, Stephanie Bausza, Carola Borrmann, Uwe Borrmann, Burkhardt Budnick, Götz Grabowski, Ronald Hack, Claudia Hein, Runchida Kaewngoen, Jürgen Könnecke, Ina Medebach, Maria Niebler, Anke Repetzky, Rebecca Rizzi, Regine Schulz, Annegret Sperling, Andreas Tauchert, Antje Wersig, Tim Wersig, Lars Wiesemes, Eva Wolschon
Regie & Konzept Sven Holm Musikalische Leitung Vicente Larrañaga
Arrangements & musikalische Assistenz Jacopo Salvatori
Kostüme Regine Standfuss Video Mirko Borscht
Lichtdesign Ismael Schott Sounddesign Daniel Körner
Dramaturgie & Konzept Malte Ubenauf Mitarbeit Regie Nora Auerbach
Assistenz Kostüme Sol Spies Bermúdez Regiehospitanz Johan Elliesen-Kliefoth
Management Dörte Wolter Produktionsleitung Rania Mavriki, Axel Lambrette
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Tom Müller-Heuser Fotos Falko Siewert
Die 5. Jahreszeit – Ouvertüre
Nach den «Vier Jahreszeiten» von Antonio Vivaldi
Mit Kontrabass und Elektronik, zwei Sopranstimmen, Gambe, Chor, E-Bass, Tasteninstrumenten und gesampelten Violinklängen eines (echten!) Berliner Philharmonikers verschiebt Novoflot die Perspektiven auf den vor 300 Jahren komponierten „Vier Jahreszeiten“-Evergreen von Antonio Vivaldi. Im Treiben des von unzähligen Fragezeichen bevölkerten Weltgeschehens der Gegenwart geht das Jahreszeiten-Ensemble von Novoflot Gerüchten nach, dass in den Partituren der vier Violinkonzerte Vivaldis der Geheimcode für eine alles verändernde, in dieser Form noch unentdeckte FÜNFTE Jahreszeit versteckt sein könnte. Ein singulärer, aus Kunst-, Klima- und Karnevalsbausteinen zusammengesetzter Jahreszeitenhybrid! Während Novoflot unnachgiebig verschiedenste Spuren verfolgen, verwandeln sie eines der berühmtesten Werke der Musikgeschichte und öffnen ungewöhnliche Zwischenräume: Inmitten überhitzter Sommer, verschobener Frühlingsanfänge, viel zu milder Winter sowie abwesender Herbstgewitter initiieren Novoflot mit dieser Ouvertüre einen internationalen Kulturdialog und beginnen eine weit verzweigte Reise durch Europa und Südamerika. So wird die Berliner Opernkompanie im Anschluss an diese Ouvertüre zwei Jahre lang performative Formate, Workshops und wissenschaftlich-künstlerische Diskurse zu einer musiktheatralen Karnevalssause verbinden. Gemeinsam mit einem diversen und internationalen Ensemble aus Performer*innen und Komponierenden der Musiktheaterszene entsteht ein Kulturgig, der die 5. Jahreszeit als aussichtsreiche gesellschaftliche Utopie postuliert!
Rosemary Hardy und Peyee Chen Gesang
Antonis Anissegos, Jacopo Salvatori und Vicente Larranaga Tasteninstrumente
Chris Dahlgren Gesang, Gambe, Kontrabass, E-Bass
Álvaro Parra Violine
Mädchenchor der Singakademie zu Berlin
Regie und Konzept Sven Holm Musikalische Leitung Vicente Larrañaga Kostüme Regine Standfuss Video Mirko Borscht Dramaturgie und Konzept Malte Ubenauf Management Dörte Wolter Produktionsleitung Axel Lambrette und Rania Mavriki



























