Die 5. Jahreszeit
ab 2025
Ein Projekt von Novoflot
Mit der 5. Jahreszeit entwickeln Novoflot eine musiktheatrale Exegese internationaler Karnevalskulturen. Der Karneval ist eine Erfindung für jenseitige Diskurbeiträge, um sich abseits konventioneller Rhetorik zu äußern und in Maske und Kostüm dem Lachen von heute das Nachdenken von morgen folgen zu lassen. Treffpunkte unserer Karnevals-Recherchen sind verschiedene Musiktheater-Camps, in denen unsere unterschiedlichen Ensembles zusammenkommen. Die Camps sind reale, hochpolitische und existentielle Ereignisse. Das Camp steht für Kampieren einerseits. Es steht aber auch für das Angebot einer überpointierten Wahrnehmung kultureller Produkte und politischer Diskussionen. In Zeiten internationaler Krisen wird die 5. Jahreszeit zum künstlerischen Sprachrohr; es bietet Möglichkeiten an, Schreckstarren und Sprachlosigkeiten hinter sich zu lassen und im musiktheatralen Diskurs ermutigende und mutige Ausdrucksformen zu entwickeln. Es ist kompliziert, sich politisch zu äußern. Noch schwieriger ist ein Miteinander. Dies ist ein erster Versuch.
Die Spielzeit wird mit Stationen an der Greek National Opera in Athen, der Citykirche in Zürich und der Kölner Philharmonie fortgesetzt, bevor die musiktheatrale Karnevalssause Ende 2026 ihr vorläufiges Finale in Berlin erlebt.
Die 5. Jahreszeit – NO NAME (GOD)
Citykirche Zürich und Kirche St. Elisabeth
Mit NO NAME (GOD) suchen Novoflot nach bisher unentdeckten Potentialen des Miteinanders und entdecken diese in den uralten Such- und Wanderbewegungen des Pilgerns. Kontemplation, Erkenntnis und Euphorie heißen die drei zentralen Kategorien. Indem sich die Zuschauenden von Station zu Station bewegen, erleben sie ihren sehr individuellen Opernbesuch und geraten mitten hinein in Novoflots musiktheatralen Vorschlag für eine vollkommen neue Form des Pilgertums: wildes Kreiseln statt Wandern, Drama und Ekstase statt Introspektion, Wertmüllersche Kompositionspower statt Stille und Versenkung.
Mit im Team der Pilgertumforschungsoper NO NAME (GOTT) sind einige hochkarätige Musiker*innen aus den Bereichen Jazz und Neue Musik, zwei Chöre mit insgesamt über 50 Personen, Gäste aus interkulturellen Communities und ein Performer*innenensemble.
Sie alle markieren die Stationen zwischen Orgel, Chor, Free-Jazz-Session oder Gospel und bilden jene neuartige Pilgergemeinde, die einige Zentimeter abseits von Buße und Gelübde nach neuen Wegen sucht, dem namenlosen Gott endlich persönlich näher zu kommen.
Franziska Gross Sopran Ich Go Tanz
Nils Wogram Posaune Hayden Chisholm Saxophon
SCHNELLERTOLLERMEIER
(Andi, Schellmann Bass Manuel Troller Gitarre David Meier Schlagzeug)
Jakob Wolfes Orgel
Chöre: Canta Musica, Chansemble Zürich
Gäste aus Zürcher Communities: Abdullah Neij (kurdische Flöte) Munira Gesang Dilber Gesang Kamran Oud
Komposition: Michael Wertmüller
Regie und Konzept: Sven Holm
Musikalische Leitung: Vicente Larrañaga
Kostüme: Regine Standfuss
Mitarbeit Ausstattung: Flora Kruppa
Video: Mirko Borscht
Dramaturgie und Konzept: Malte Ubenauf
Texteinrichtung und Libretto: Sven Holm und Malte Ubenauf
Company-Management: Dörte Wolter
technische Produktionsleitung: Axel Lambrette
Produktionsleitung: Rania Mavriki
Die 5. Jahreszeit – Fat Tuesday
Greek National Opera
Die renommierte Berliner Opernkompanie Novoflot kehrt mit ihrer neuen Produktion auf die Alternative Stage der Greek National Opera zurück.
An die Traditionen der legendären Mardi Gras-Bewegung aus New Orleans anknüpfend sind Novoflot im Athener „Fat Tuesday“ die Initiatoren und Gastgeber für die Neugründungen einiger äußerst musikalischer „Magic Societies“, deren ungewöhnliche und umwerfende Performances den Karneval der Zukunft einläuten!
Gemeinsam mit dem Ensemble dissonArt, einem Vokal- und Performance-Ensemble, Solist:innen der internationalen Jazzszene sowie Musiker:innen der Athener Szene entsteht ein hybrides Musiktheaterwerk mit mehr als 100 Mitwirkenden. Die Produktion verbindet zeitgenössische Musik und Jazz, Karnevalsmusik der Renaissance und Band-Elemente, politische Reden sowie Uraufführungen von Antonis Anissegos (Griechenland) und Michael Wertmüller (Schweiz).
Mit Unterstützung des International Coproduction Fund (Internationaler Koproduktionsfonds) des Goethe-Instituts
Eine Koproduktion mit dem Goethe-Institut (International Coproduction Fund)
Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt Berlin,
Sarah Defrise, Rosemary Hardy Sopran
Renae Shadler Performer
Mit dem Ensemble dissonArt sowie Antonis Anissegos / Jacopo Salvatori Tasten Hayden Chisholm Saxophon Chris Dahlgren E-Bass, Gitarre, Gesang Eric Schaefer Schlagzeug
der Philharmonischen Blaskapelle der Gemeinde Chalandri, dem Kinderchor der Griechischen Nationaloper sowie der Beruflichen Tanzschule des Athener Konservatoriums, getanzt von den Studentinnen des 1. und 2. Jahrgangs.
Regie, Konzept: Sven Holm
Musikalische Komposition: Antonis Anissegos, Michael Wertmüller
Musikalische Leitung: Vicente Larrañaga
Kostüme: Regine Standfuß
Mitarbeit Ausstattung: Flora Kruppa
Videodesign: Mirko Borscht
Dramaturgie, Konzept: Malte Ubenauf
Company-Management: Dörte Wolter
Technische Produktionsleitung: Axel Lambrette
Creative Producer: Rania Mavriki
Die 5. Jahreszeit – Kundgebung
Die 5. Jahreszeit geht weiter! Nach der erfolgreichen Ouvertüre im Kühlhaus Berlin im Sommer dieses Jahres startet Novoflot am 11. 11. in ihre erste Karnevalssaison. Und das um 11:11 Uhr in Form einer Kundgebung mit Live-Schalte an elf verschiedene öffentliche Orte Berlins, mit jeweils elf Minuten Musiktheater und dem elfmaligen Erklingen der neuen Elftonfanfare! Die musikalische Kundgebung erfolgt zur Bekanntgabe des Gründungstags der Ersten Berliner Karnevalshochburg. Als Demonstration plädiert sie für die Einrichtung des 11. Novembers als nationalen Feiertag zur Besinnung auf zentrale Kategorien des auf dem Grundgesetz basierenden Gemeinwohlgedankens: Soldiarität, Gerechtigkeit, Respekt, Transparenz, Nutzung und Verteilung von Ressourcen.
Kundgebungsleitung Peter Fasching Live-Schalte Konstantin Bez, Johanna Falckner, Katharina Marie Schubert Sounddesign Daniel Körner
sowie Ichi Go, Rosemary Hardy, Antonis Anissegos, Conny Bauer, Nils Wogram, Hayden Chisholm, Chris Dahlgren, Jacopo Salvatori, Daniel Schröteler, Lenio Liatsou, Theo Patsalidis, Jannis Anissegos, Vicente Larrañaga
Regie & Konzept Sven Holm Musikalische Leitung Vicente Larrañaga
Arrangements & musikalische Assistenz Jacopo Salvatori
Kostüme Regine Standfuss Video Mirko Borscht
Lichtdesign Ismael Schott Sounddesign Daniel Körner
Dramaturgie & Konzept Malte Ubenauf Mitarbeit Regie Nora Auerbach
Assistenz Kostüme Sol Spies Bermúdez Regiehospitanz Johan Elliesen-Kliefoth
Management Dörte Wolter Produktionsleitung Rania Mavriki, Axel Lambrette
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Tom Müller-Heuser Fotos Falko Siewert
Die 5. Jahreszeit – Erste Berliner Karnevalshochburg
Wenige Tage später, am 14. November, beginnt der nächste Teil des Projektes auf dem Vorplatz der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Hier hält der Shuttlebus von Novoflot und fährt das Publikum direkt zur Eröffnung der ersten Berliner Karnevalshochburg! An diesem noch geheim gehaltenen Ort soll dann der Karnevalsgedanke neu gedacht werden. Gestellt wird die Frage aller Fragen: Was ist Wahrheit?! In Zeiten permanenter Desinformation und unaufhörlicher Überflutung durch 8 Milliarden Meinungsäußerungen pro Tag wird Novoflots 5. JAHRESZEIT zum künstlerischen Sprachrohr. Hier soll gelingen, was derzeit nirgendwo gelingt: Zurück in die Zukunft einer Idee von Wahrheit, auf die Gesellschaften sich verbindlich einigen, um endlich wieder politisch sein zu können. Und künstlerisch. Und ausgelassen. Und solidarisch. Und so musikalisch wie niemals zuvor.
Wie das klingen könnte? Auf jeden Fall ziemlich anders als auf den Straßen Rio de Janeiros, Kölns, Venedigs oder Basels. In Novoflots Musik der 5. Jahreszeit korrespondieren Improvisationen (Nils Wogram, Conny Bauer, Haydn Chisholm, Chris Dahlgren u.a.) mit Uraufführungen (Michael Wertmüller, Antonis Anissegos) sowie Echos von Vokal- und Instrumentalkompositionen aus jenen längst vergangenen Zeiten, in denen die Menschen Europas sich schon einmal erfolgreich an einer Wiederbelebung kultureller Errungenschaften zugunsten des Gemeinwohls versuchten.
Schauspiel, Gesang Peter Fasching Schauspiel, Gesang, Tanz Ichi Go
Gesang, Schauspiel Rosemary Hardy Schauspiel Sol Spies Bermúdez
Multitenor-Solist BÄM Mark Gusev Cymbals-Solistinnen Rebecca Gerst, Ilina Neumeier, Mirra Shaban Stimmen Audioaufnahmen Konstantin Bez, Johanna Falckner, Katharina Marie Schubert
Tasten Antonis Anissegos Posaune Conny Bauer und Nils Wogram Saxophon Hayden Chisholm Viola da Gamba, E-Bass Chris Dahlgren Tasten Jacopo Salvatori Schlagzeug Daniel Schröteler
Ensemble dissonArt: Tasten Lenio Liatsou Violine Theo Patsalidis Flöte Jannis Anissegos
BÄM Berlin: Jenning Christen, Cateleya Epagna, Rebecca Gerst, Mark Gusev, Theo Gruber, Izzy Kleiner, Justin Horváth, Sean Horvath, Ilina Neumaier, Hugo Repotente, Mirra Shaban, Valentina Steinberg, Bruno von Gwinner, Lisa Yelizaveta, Milan Zekina Coaches: Sarah Wissenbach, Adrian Müller
Blasorchester HASTE TÖNE Berlin Leitung Bernhard Meier, Helmut Berger, Hans-Jürgen Blank, Cordula Blümich, Raimund Blümich, Monika Buchholz, Katharina Gottwald, Manfred Horbat, Kevin Knöpfel, Gesine Leonard, Christiane Markgraf, Thomas Rüdiger, Michaela Schabel, Reinhard Schlottke, Gerald Schmid, Susanne Schmid, Michael Stettberger
Blasorchester Köpenick Leitung Vicente Larrañaga, Stephanie Bausza, Carola Borrmann, Uwe Borrmann, Burkhardt Budnick, Götz Grabowski, Ronald Hack, Claudia Hein, Runchida Kaewngoen, Jürgen Könnecke, Ina Medebach, Maria Niebler, Anke Repetzky, Rebecca Rizzi, Regine Schulz, Annegret Sperling, Andreas Tauchert, Antje Wersig, Tim Wersig, Lars Wiesemes, Eva Wolschon
Regie & Konzept Sven Holm Musikalische Leitung Vicente Larrañaga
Arrangements & musikalische Assistenz Jacopo Salvatori
Kostüme Regine Standfuss Video Mirko Borscht
Lichtdesign Ismael Schott Sounddesign Daniel Körner
Dramaturgie & Konzept Malte Ubenauf Mitarbeit Regie Nora Auerbach
Assistenz Kostüme Sol Spies Bermúdez Regiehospitanz Johan Elliesen-Kliefoth
Management Dörte Wolter Produktionsleitung Rania Mavriki, Axel Lambrette
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Tom Müller-Heuser Fotos Falko Siewert
Die 5. Jahreszeit – Ouvertüre
Nach den «Vier Jahreszeiten» von Antonio Vivaldi
Mit Kontrabass und Elektronik, zwei Sopranstimmen, Gambe, Chor, E-Bass, Tasteninstrumenten und gesampelten Violinklängen eines (echten!) Berliner Philharmonikers verschiebt Novoflot die Perspektiven auf den vor 300 Jahren komponierten „Vier Jahreszeiten“-Evergreen von Antonio Vivaldi. Im Treiben des von unzähligen Fragezeichen bevölkerten Weltgeschehens der Gegenwart geht das Jahreszeiten-Ensemble von Novoflot Gerüchten nach, dass in den Partituren der vier Violinkonzerte Vivaldis der Geheimcode für eine alles verändernde, in dieser Form noch unentdeckte FÜNFTE Jahreszeit versteckt sein könnte. Ein singulärer, aus Kunst-, Klima- und Karnevalsbausteinen zusammengesetzter Jahreszeitenhybrid! Während Novoflot unnachgiebig verschiedenste Spuren verfolgen, verwandeln sie eines der berühmtesten Werke der Musikgeschichte und öffnen ungewöhnliche Zwischenräume: Inmitten überhitzter Sommer, verschobener Frühlingsanfänge, viel zu milder Winter sowie abwesender Herbstgewitter initiieren Novoflot mit dieser Ouvertüre einen internationalen Kulturdialog und beginnen eine weit verzweigte Reise durch Europa und Südamerika. So wird die Berliner Opernkompanie im Anschluss an diese Ouvertüre zwei Jahre lang performative Formate, Workshops und wissenschaftlich-künstlerische Diskurse zu einer musiktheatralen Karnevalssause verbinden. Gemeinsam mit einem diversen und internationalen Ensemble aus Performer*innen und Komponierenden der Musiktheaterszene entsteht ein Kulturgig, der die 5. Jahreszeit als aussichtsreiche gesellschaftliche Utopie postuliert!
Rosemary Hardy und Peyee Chen Gesang
Antonis Anissegos, Jacopo Salvatori und Vicente Larranaga Tasteninstrumente
Chris Dahlgren Gesang, Gambe, Kontrabass, E-Bass
Álvaro Parra Violine
Mädchenchor der Singakademie zu Berlin
Regie und Konzept Sven Holm Musikalische Leitung Vicente Larrañaga Kostüme Regine Standfuss Video Mirko Borscht Dramaturgie und Konzept Malte Ubenauf Management Dörte Wolter Produktionsleitung Axel Lambrette und Rania Mavriki



























